Oasis

Europa-Premiere: Rinspeed zeigt pfiffigen urbanen Flitzer „Oasis“ auf dem Auto Salon in Genf 2017

Rollender Kleingarten für den Großstadtdschungel

Auf den Schweizer Auto-Visionär Frank M. Rinderknecht ist Verlass, wenn es darum geht Mobilität neu zu denken. Mit der Rinspeed-Konzeptstudie „Oasis“, dem pfiffigen selbstfahrenden E-Mobil für Stadt und Umland, widerspricht er augenzwinkernd der fest in den Köpfen betonierten Vorstellung vom Großstadtdschungel, in dem man tonnenschwere SUVs für den täglichen Überlebenskampf braucht. Sein Gegenentwurf: ein wendiger Flitzer mit integriertem Kleingarten hinter der Windschutzscheibe.

„Mobile Urban Gardening“ also hält der Rinspeed-Boss dem martialischen Auftritt entgegen. Der feine zweisitzige Flitzer sieht mit seinen großen Glasflächen und verkleideten Vorderrädern ziemlich futuristisch aus und erinnert ein bisschen an eine moderne Interpretation der Star-Wars-Ikone R2D2. Gemeinsam haben beide, dass sie sich auf ihren Rädern fast auf der Stelle drehen können. Im Falle des „Oasis“ dank speziellem Lenkungswinkel, zwei radnaher E-Motoren und „Torque Vectoring“, alles entwickelt von ZF am Bodensee.

Nein, der automatisiert fahrende Eidgenosse ist nicht graue Maus und nur zweckmäßig wie das Google Car, sondern eher „Next Generation“ - mit vielen technischen und optischen Leckerbissen inside. Denn einer guten Tradition folgend, wurde auch das dreiundzwanzigste Concept Car von Rinspeed wieder bei den Eidgenossen 4erC konstruiert und bei Esoro technisch umgesetzt.

Apropos inside: Der Hingucker schlechthin ist der kleine Garten, der genug Platz für Radieschen oder auch Bonsai-Bäumchen bietet. Der Automobilzulieferer Kostal fügt dem Auto das Element Natur hinzu, um es zu einem wirklichen Third Space zu machen. Aus „Heim+Garten“ wird „Auto+Garten“ - verknüpft durch den individuellen Pflanztopf zum Mitnehmen.

Nicht nur durch den Kleingarten entsteht im Wageninneren ein neuer Lebensraum. Für ein modernes und weiß gestyltes Wohnzimmer-Ambiente sorgen Sessel, Sideboard und TV. Alles wirkt freundlich und einladend. Hier haben die innovativen schwäbischen Textilentwickler bei Strähle+Hess gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Stahl, dem Weltmarktführer für Leder- und diverse Kunststoffoberflächen in automobilen Innenräumen, ganze Arbeit geleistet. Entstanden ist ein bemerkenswerter Verbund von natürlichem und funktionalem Leder mit verschiedenen Ausprägungen, Oberflächen und Textilien mit leuchtenden Keder-Akzenten. Die Schoeller Spinning Group steuerte hierzu ein neu entwickeltes hochelastisches Garn aus Wolle bei. Beachtenswert: der elegante Sitzkasten von GF Automotive in bionischem Leichtbau aus Aluminium wie auch die futuristischen, ausfahrbaren Ausströmer und die Mehrzweck-Ablagebox von der Dr. Schneider Unternehmensgruppe. Der Fußboden besteht sogar aus echtem Holz und wurde von MeisterWerke kreiert. Alle Verklebungen in und am „Oasis“ sind mit innovativen Klebstoffen von Sika Automotive realisiert.

Stets einen Schritt voraus: Im „Oasis“ wird der Weg zum Ziel

Gespenstische Ruhe rund ums Fußballstadion, doch die Aktivitäten auf Twitter zeigen: Gleich ist die Nachspielzeit vorbei, und zehntausende Fans werden die Straßen fluten. Der Rinspeed „Oasis“ ist mit seinen Harman LIVS-Technologien (Life-Enhancing Intelligent Vehicle Solutions) immer einen Schritt voraus und am Puls des Social Web - er hat die Ausweichroute längst geplant.

Dann die Meldung, dass ein neues Restaurant in der Nähe eröffnet hat und bereits mehrere Facebook-Freunde mit ähnlichem Geschmack begeistert waren. Ein kurzes ‚Ok‘ an den persönlichen

Assistenten des „Oasis“, und schon ist der Tisch reserviert.

Die Interaktion mit dem Harman-System findet über das 5K-Breitbild-Display statt, das sich in leichtem Bogen vor den „Oasis“-Passagieren aufspannt. Die Steuerung erfolgt per Sprache oder Geste. Im manuellen Modus sind stets die wichtigsten Anzeigen in einer reduzierten Darstellung sichtbar, die elektronischen Rückspiegel sind gedimmt, solange sie nicht benötigt werden.

Das ZF-Lenkrad lässt sich mit einem Handgriff umklappen und verwandelt sich so in eine Tastatur oder Ablagefläche. Das Auto wird somit zum autonom rollenden Büro inklusive kompletter Office-Suite und Skype-Video-Telefonaten mit Live-Übersetzung. Der persönliche Assistent erkennt nicht nur, welcher der Insassen gerade mit ihm redet, sondern auch dessen Muttersprache. Per Wischgeste werden im Cockpit interessante News ausgetauscht und auf den sozialen Kanälen geteilt. Auf der Lenksäule ist in zehnjähriger Tradition eine mechanische Uhr von Carl F. Bucherer integriert: die neue Manero Flyback, welche durch die Lenkbewegungen auch gleich aufgezogen wird.

Der nächste Business-Trip ruft. Nach dem Absetzen am Flughafen chauffiert der „Oasis“ ein sympathisches Pärchen in die City, das per Facebook nach einer Mitfahrgelegenheit gesucht hatte. Via Twitter stellt sich der „Oasis“ dann für die spontane Nutzung durch Freunde des Besitzers zur Verfügung, die ihn per WhatsApp und anderer Social Media Apps herbeirufen können. Zwei Tage später fährt der „Oasis“ wieder an der Ankunftshalle des Flughafens vor, dank Harman LIVS pünktlich auf die Minute und unbeirrt von eventuellen Flugverspätungen, Staus und langen Schlangen am Gepäckband.

Bühne frei für die Abendunterhaltung mit Filmgenuss im CinemaScope-Format, untermalt vom Harman Kardon 24-Kanal-Sound, der dem Passagier virtuell folgt, während der Sitz in die Ruheposition gleitet. Den malerischen Sonnenuntergang hält der persönliche Assistent nebenbei im Bild fest - der „Oasis“ führt Tagebuch und hält als Reiseblogger auf Wunsch live die Instagram-Follower auf dem Laufenden.

Lust, wieder selbst das Steuer zu übernehmen? Gern - nach automatisch erfolgtem Fitness- und Aufmerksamkeitstest.

Der persönliche Assistent steht dem Fahrer übrigens auch außerhalb des Autos zur Seite. Dank Anbindung an die Harman Ignite Cloud Platform ermöglicht er beispielsweise die Kontrolle des Smart Home vom „Oasis“ aus: Immer einen Schritt voraus, kümmert er sich „just in time“ um Licht und Wohlfühlklima. BlackBerry QNX liefert eine durchgängige sowie zertifiziert sichere und geschützte Software-Plattform für autonom fahrende Fahrzeuge.

Die Windschutzscheibe dient als Großbildleinwand für Virtual- wie auch Augmented Reality. Dank holografischer Laser-Projektionen von WayRay ist die genutzte Sichtfläche um ein Vielfaches grösser als bei heute üblichen Head-Up-Displays. Die multifunktionale Heckscheibe entwickelte das amerikanische Unternehmen Techniplas, Spezialist für kognitive und vernetzte Produkte. Sie integriert nicht nur die üblichen Fahrlichter, sondern dient auch als Anzeigefeld für die clevere Micro-Delivery-Box. Diese kann je nach Bedarf sogar gekühlt oder gewärmt werden. Als besonderer Clou wurde die Box so dimensioniert, dass sie auch Platz für eine Powerbank von EVA-Fahrzeugtechnik bietet, die bei Bedarf die Reichweite des „Oasis“ erhöht.

Beim Thema Licht setzt Rinspeed auf bewährte Osram-Qualität. Der Hersteller steuert die leistungsstarken LED-Frontleuchten als auch die beiden Projektoren in der Frontumrahmung bei. Die LED-Ambientebeleuchtung mit integrierten Leselampen im Dachhimmel stammt von Forster Rohner.



Das „Who is Who“ der Fahrzeugnutzung

Wer wird das Auto besitzen, wer betreiben und wozu nutzen? Rinspeed-Boss Rinderknecht hat den Wagen so konzipiert und ausgestattet, dass alle denkbaren Optionen offen sind - wenn die Gesellschaft bereit ist, Güter sinnvoll zu teilen. „Oasis“ kann morgens als Einkaufswagen dienen, nachmittags als Postbox für den Paketdienst und abends als Pizza-Taxi. Möglich wird dies durch ein digitales Zugangssystem des deutschen Zulieferers Huf.

Zu den kreativen Mitdenkern gehört neben dem Beratungsunternehmen EY, das eine Studie über Individualisierung der Mobilität beisteuert, auch TOG-Tübitak. Das türkische Forschungszentrum - vergleichbar mit dem deutschen Fraunhofer Institut - befasst sich im eigenem Mobility Lab und dem „Turkish Automobile Technologies Development Cluster (TOG)“ mit Verkehrsfragen der Zukunft.

Ohne eine Prise Männlichkeit kommt auch der „Oasis“ nicht aus: Futuristische 20-Zoll Borbet-Felgen im Aero-Design mit eingelasertem „Oasis“-Logo unterstreichen die Fahrzeugdynamik.

Eine perfekte Sende- und Empfangsqualität ist für die Übertragung großer Datenmengen unerlässlich und daher insbesondere beim automatisierten Fahren von grundlegender Bedeutung. Die in das Dach integrierten intelligenten Antennensysteme von Vites tragen entscheidend dazu bei.

Mit intelligenten Verkehrssteuerungslösungen trägt Siemens unter anderem zur Optimierung des Verkehrsflusses und damit einem höheren Reisekomfort, zur Minimierung der Emissionen und zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei - zum Beispiel mit der Warnung der Verkehrsteilnehmer bei einem herannahenden Rettungsfahrzeug. Über unterschiedliche Sensoren in NXP Technologie erfasst das Fahrzeug ganz exakt seine Umgebung in 360 Grad - dank Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation reicht der Blick sogar hinter Kurven und Hindernisse. Die Sensor-Fusion kalkuliert dann das sichere Fahrmanöver.

Eine neuartige App von MHP macht es möglich potentielle Mitfahrer nach Interessen oder Beruf auszuwählen. So wird die lange Fahrt zum Oldtimertreffen für passionierte Autoliebhaber, die sich gerade kennengelernt haben, zum reinen Vergnügen. Die „Mini-Mica“ des Verbindungstechnik-Spezialisten Harting ist eine skalierbare und flexible Computing-Architektur, die durch den Einsatz unterschiedlicher Module den „Oasis“ auf die jeweiligen Anforderungen des Fahrzeugnutzers anpasst und die entsprechenden Technologie-Features installiert. Dadurch wird eine ressourceneffiziente Individualisierung der „Oasis-Flotte“ möglich. Die sichere Daten- und Informationsübertragung wurde unabhängig und neutral beim weltweit agierenden Prüf- und Zertifizierungsspezialisten Dekra getestet. Die Axa Winterthur schützt und garantiert für den Fall der (Un)Fälle.

SAP hilft dabei, den Bogen zu schlagen. Von Marktplätzen der Automotive Hersteller und fahrzeugbasierten Apps von Drittanbietern zu Nachhaltigkeit und Sicherheitstechnologie; diese generieren riesige Datenmengen, die an die zentralen Backendsysteme der Unternehmen zurückfließen müssen - in Echtzeit damit alles in perfektem Einklang harmoniert. SAP hilft dabei, Fahrzeugeigentümer durch kontextabhängige, relevante und personalisierte Marketingangebote direkt in dem passendem Moment anzusprechen, und ermöglicht es ihnen dann das Produkt oder die Dienstleistung aus ihrem Fahrzeug heraus zu erwerben.

Städtischer Gartenbau auf Rädern als neuer Trend? Ein wenig durchgeknallt? Mag sein. Wie immer aber ist die Kreation des Schweizer Mobilitätsvordenkers Frank M. Rinderknecht in der ansonsten doch recht weitläufigen automobilen Ödnis eine Oase für Inspiration - zu sehen sozusagen im eigenen Vorgarten des Eidgenossen - auf dem Genfer Autosalon vom 9. bis 19. März 2017. Wie immer in Szene gesetzt durch die saarländische Werbeagentur Vollmond.

 
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